Eine Frauenhand legt einen Ring auf die Galsplatte eines Sofatisches. Sie trägt einen schwarzen knielangen Rock und Seidenstrümpfe in schwarz. Die Frau ist nur von den Knien bis zum Dekolleté zu sehen. Sie trägt eine rosafarbene Seidenbluse mit V-Ausschnitt.

Die Toxische Beziehung in Graz

Die Toxische Beziehung in Graz – Als psychologische Beraterin mit dem Schwerpunkt Trennungsberatung und Scheidungsbegleitung kommt mir regelmäßig die toxische Beziehung in meiner Praxis Achtsamkeit in Graz unter. So ist meiner Erfahrung nach die toxische Beziehung auch in Graz quer durch alle Bildungs- und Gesellschaftsschichten zu finden. Niemand ist gefeit davor! “Niemand?”, fragst Du Dich jetzt.

Eine verzweifelte, weinende Frau liegend vor einem Ring. Nur ihr Kopf ist sichtbar.

Wer rutscht in eine toxische Beziehung?

Ob jemand in eine toxische Beziehung rutscht, hat maßgeblich damit zu tun, welches Bindungsverhalten er vorgelebt bekommen hat und somit gelernt hat. Auch die Glaubenssätze, die uns ganz unbewusst durchs Leben manövrieren, spielen eine große Rolle dabei. Am allerbesten schützen Dich Selbstliebe, Selbstakzeptanz und Selbstrespekt davor, Dich in einen toxischen Partner zu verlieben.

Ein Fliegenpilz steht im grünen Graz. Der Fliegenpilz ist wunderschön und füllt das gesamte Bild aus.
Vorsicht giftig! Hier gut zu erkennen. Bei einem toxischen Partner leider nicht!

Kannst Du einen toxischen Partner erkennen?

Am Anfang ist es nicht immer gleich erkennbar, dass es sich um eine toxische Beziehung handelt. Es gibt zwar gewisse Anzeichen, aber mit der rosaroten Brille auf der Nase fällt es besonders schwer hier achtsam zu beobachten. In einer toxischen Beziehung fehlt es einem Partner für gewöhnlich an dem gesunden Maß an Empathie. Das ist aber schwer erkennbar, weil der betroffene Teil diese Empathie wahnsinnig gut vorspielen kann.

Oft hat dieser Partner eine Persönlichkeitsstörung wie etwa Narzissmus oder Borderline. Gerade Personen mit diesen beiden Störungen sind Meister darin, dem Gegenüber immer genau das zu geben, was er gerade braucht. Das fühlt sich nach echter intensiver Liebe an! Und zwar so intensiv, dass man sich so geliebt, angenommen und angekommen fühlt, wie noch nie zuvor. Es gibt keine Kritik oder Meinungsverschiedenheiten zu Beginn einer toxischen Beziehung. “Mein Leben war noch nie so süß wie zu Beginn unserer Beziehung!”, meinte unlängst eine betroffene Frau zu mir.

Love Bombing – Der Beginn der toxischen Beziehung

Ich werde das erste Mal hellhörig wenn mir jemand von einem neuen Partner erzählt und ich dabei Schilderungen wie diese höre:

Es ist ein unglaublicher Liebesrausch!

Er/Sie möchte Tag und Nacht mit mir verbringen.

Er/Sie liest mir jeden Wunsch von den Augen ab.

Noch nie hat mich jemand so geliebt!

Es war Liebe auf den ersten Blick, hat eingeschlagen wie eine Bombe und wir brauchen niemand mehr außer uns beiden!

Die toxische Wolke Sieben

Der toxische Partner überschüttet seinen Konterpart mit Liebe, Geschenken und Aufmerksamkeiten. Der Hintergrund dafür ist ein rein manipulativer. Dabei handelt es sich um den Köder in der Falle. In der Phase des Love Bombings bekommst Du alles was Du Dir jemals von einem Partner gewünscht hast. Du wirst zur Königin oder zum König gemacht und direkt auf Wolke Sieben katapultiert. Erst wenn Du völlig im Netz eingesponnen bist, ändert sich das Bild der Beziehung.

Blick auf einen strahlend blauen Himmel mit vereinzelten Kumulus Wolken. Der Himmel wird auf der rechten und oberen Seite des Bildes durch weißes Mauerwerk begrenzt. So entsteht der Eindruck, dass Du aus einem Haus hinaus in den Himmel schaust.

Es ist wie eine Sucht

Nach der Phase des Love Bombings stellt sich das für die toxische Beziehung typische Ungleichgewicht ein. Auf der einen Seite dominieren Manipulation, Machtdemonstrationen, Demütigungen und Lügen. Während sich auf der anderen Seite die Abhängigkeit und Selbstaufopferung bis zur Selbstaufgabe verstärken. Gleichzeitig hat der vergiftete Partner meist das Gefühl, nur geliebt und wertvoll zu sein wenn die Sonne des Partners auf ihn scheint. Es ist wie eine Sucht. Der vergiftete Partner hat oft lange kein Bewusstsein in welcher Abhängigkeit er sich befindet.

Der toxische Sumpf

Der vergiftete Partner versinkt immer tiefer im toxischen Sumpf, aus dem er sich oft nicht allein befreien kann. Jedenfalls ist es oft ein langer und schwieriger Prozess begleitet von zahlreichen Rückschlägen. Denn sobald der dominante Teil spürt, dass die Abhängigkeit weniger wird, setzt er alles daran um den Prozess wieder umzukehren. “Willkommen zurück in der Phase des Love Bombings!”, heißt es dann. Aber nur kurzfristig.

Soziale Isolation in der toxischen Beziehung

Der dominante Partner weiß, dass seine Macht am besten abgesichert ist, wenn er seinen Partner isoliert. So werden Freunde schlecht gemacht und nach und nach aussortiert. Kommt es trotzdem zu Treffen mit Freunden, werden danach massive Schuldgefühle aufgebaut. Sodass die Isolierung dann meist gut klappt. Die massiven Schuldgefühle führen oft zu chronischer Traurigkeit, die von Schuld und Scham begleitet wird. Der abhängige Partner passt sich an und versucht alles richtig zu machen damit er wieder diese reine Liebe geschenkt bekommt. Aber trotz aller Bemühungen genügt er einfach nie. Kritik und Demütigungen werden zu alltäglichen Begleitern, bleiben aber immer gut versteckt hinter verschlossenen Türen. Die Umgebung bekommt oft nicht viel von den toxischen Verhaltensweisen mit.

Das Bild ist sehr dunkel gehalten. Ein Mann mit gelocktem Haar ist frontal zu sehen. Er wirkt traurig und einsam. Eine Hand hält er vor sein Gesicht.
Die völlige Isolation!

Die Warnzeichen der toxischen Beziehung

Augenhöhe versus Ungleichgewicht

In einer gesunden Beziehung begegnen sich die Partner auf Augenhöhe. Meinungen zählen gleich viel. Gibt es Diskussionspunkte, werden diese besprochen und es kommt meistens zu einem Kompromiss, mit dem beide Partner gut leben können.

In der toxischen Beziehung gibt es ein deutliches Ungleichgewicht. Der dominante Teil gibt die Richtung vor und duldet keinen Widerspruch. Sein abhängiger Partner passt sich an und übernimmt die Ansichten und Meinungen unreflektiert.

Wir versus Ich

In der gesunden Beziehung gibt es ein starkes Wir-Gefühl. Das spiegelt sich unter anderem in der Sprache wider. Unser Haus, unsere Pläne, unsere Kinder, unsere Erfolge – das ist die Sprache der gesunden Beziehungen.

In der toxischen Beziehung gibt es dagegen ein starkes Ich! Der dominante Partner beansprucht alles positive für sich, was sich ebenfalls in der Sprache niederschlägt. Mein Haus, mein Erfolg, meine Kinder – das sind Bespiele dafür. Dagegen wird negatives dem Partner in die Schuhe geschoben. Dein Fehler, Deine Schuld, Deine Verantwortung – das sind Beispiele aus toxischen Beziehungen.

Lob versus Kritik

In einer gesunden Beziehung loben und unterstützen sich die Partner gegenseitig. Pläne, Ziele und Visionen bekommen Rückenwind durch den Zuspruch und das Vertrauen des Partners. Lob und Zustimmung bestimmen den Umgang miteinander.

In der toxischen Beziehung dominieren Kritik, Spott und Demütigungen. Abwertende Bemerkungen ersticken Pläne und Ziele schon im Keim. Egal was Du unternimmst, Du erntest Kritik dafür. Das Gefühl, dass Du nichts richtig machen kannst und wertlos bist, wird zu Deiner Realität. Du erlebst Dich als Loser.

Kontakte pflegen versus soziale Isolation

In einer gesunden Beziehung treffen sich Paare gerne mit Freunden und auch jeder einzelne Partner hat wenn er das möchte ausreichend Kontakt zu Freunden und Familie. Die Treffen mit Freunden sind harmonisch und alle Beteiligten wertschätzen sich und unterstützen sich gegenseitig. So gehen alle mit einem positiven Gefühl auseinander.

In der toxischen Beziehung werden die sozialen Kontakte des abhängigen Teiles nach und nach reduziert. Und finden schließlich nicht mehr statt. Der dominante Teil verbietet die Kontakte meist nicht einfach, sondern macht Freunde und Familienangehörige nach und nach schlecht. Der abhängige Teil hat dann das Gefühl, dass ihm diese Kontakte nich gut tun, und zieht sich gefühlt ganz freiwillig zurück.

Treffen gemeinsam mit dem dominanten Partner finden statt. Allerdings wird of jede Gelegenheit genutzt, den abhängigen Part vor den anderen zu demütigen und dumm dastehen zu lassen. Wobei der vergiftetet Partner das oft nicht wirklich merkt weil es für ihn Alltag ist.

Der Ausweg aus der toxischen Beziehung

Auf dem schwarz-weiß Foto ist eine Hauswand. Von der rechten mittleren Seite des Bildes führt nach oben in die linke Ecke eine Treppe. Im unteren linken Viertel des Bildes befindet sich ein Pfeil mit der Aufschrift Exit.
Der Ausweg aus der toxischen Beziehung!

Der erste Schritt ist – wie eigentlich immer im Leben – das Erkennen des Problems. Niemand würde sich jemals in diese Abhängigkeit begeben wenn er wüsste, was da genau vor sich geht. Und daher wissen die Betroffenen oft nicht, dass sie sich in einer toxischen Beziehung befinden. Der Prozess der Veränderung, der Beschneidung der sozialen Kontakte, der Zerstörung des Selbstwertgefühles geht so schleichend von statten, dass es dem abhängigen Part nicht bewusst ist.

Das Erkennen des Problems! Was sich einfach anhört, ist im wirklichen Leben schwierig. Oft versuchen Freunde oder Familienmitglieder dem Betroffenen die Augen zu öffnen. Aber das führt regelmäßig dazu, dass sich der Betroffene noch weiter zurückzieht und den Kontakt zu diesen Personen vermeidet.

Es gibt Fälle, in denen übertreibt es der dominante Part mit den Demütigungen derart, dass das als Augenöffner fungiert. Wie Schuppen fällt es dem abhängigen Teil dann von den Augen. “Kann das wirklich wahr sein? Das bin doch nicht mehr ich? Wie konnte mir das passieren?”, sind dann die ersten Reaktionen.

Die Betroffenen glauben oft, dass so etwas nur ihnen passieren kann. Sie schämen sich dafür und reden nicht darüber weil sie sich unglaublich dumm vorkommen. Das ist auch der Grund für diesen Artikel. Die Betroffenen sollen und müssen wissen, dass sie nicht alleine sind. In den letzten Jahren ist zum Glück das Thema der toxischen Beziehung immer weiter in den Blickpunkt gerückt. Leider erkennen sich Betroffenen in den Artikeln meist nicht wieder. Aber wenn die Beziehung zu Ende geht, tut es gut zu wissen, dass man nicht alleine ist.

Mit Unterstützung kommst Du besser aus einer toxischen Beziehung heraus

Auf einer Tischplatte steht ein rotes Männchen, welches aus rotem Papier gearbeitet ist. in den Händen hält es ein in der Mitte mit zickzack Schnitt zerteiltes Herz. Dem Männchen rinnt eine Träne über dei rechte Wange.
Du bist nicht alleine!

Eine toxische Beziehung zu beenden, kann Schwerstarbeit sein. Sobald der dominante Part merkt, dass sich sein Partner entfernt, umgarnt er ihn wieder mit seiner Liebe. Das wirkt sehr anziehend und so kommt es regelmäßig zu Rückschlägen in Form von Wiedervereinigungen.

Freunde, bei denen sich die Betroffenen dann wieder melden, haben bald keine Nerven mehr für die immer gleiche Leier. Weil es von Außen betrachtet ganz einfach ist: “Mach Schluss und gut ist es! Du weißt ja, dass das keine gute Beziehung für Dich ist!”

Daher ist es hilfreich, sich Unterstützung von außerhalb zu organisieren: Selbsthilfegruppen in Deiner Nähe, Facebook-Gruppen und im Idealfall findest Du, die für Dich richtige psychologische Beratung. Der Weg ist steinig und lange! Mit Unterstützung von einem Profi, kommst Du besser durch diese Krise.

Life Hacks, die Dir helfen, eine toxische Beziehung nachhaltig zu überwinden!

Umgang mit sozialen Medien

Es gibt nur einen Weg! Blockieren, Entfreunden und löschen! Du musst die Verbindung kappen, damit Du Deinen Ex-Partner auch aus dem Kopf bekommst. Weite diese Aktion auch auf Freunde und Bekannte von ihm aus, sodass Du wirklich nichts mehr von seinem Leben mitbekommst. Je weniger Gelegenheit Du hast, in den Sozialen Medien zu suchen, desto besser.

Umgang mit Deinem Telefon und Email

Das oben geschriebene gilt auch hier! Blockieren und löschen. Du solltest die Nummern und die Adresse löschen, und das ohne Backup. Sodass es Dir nicht möglich ist, die Verbindung von Dir aus wieder aufzunehmen.

Umgang mit Sachen, die noch bei Dir sind

Packe alles zusammen und bitte einen Freund die Sachen zu überbringen. Du sollst den Kontakt wirklich völlig meiden.

Umgang mit Dir

Überschütte Dich selbst mit Liebe, Zuwendung und positiven Gedanken! Du stehst im Mittelpunkt. Tu was Dir gut tut. Unternimm viel mit Freunden und lenke Dich ab. Überlege Dir wo Du jetzt stehst und wo Du hinmöchtest.

Weitere Tipps von mir für Dich in der Trennungszeit findest Du auf meiner Facebook Site und in meinem Instagram Account.

Die toxische Beziehung in Graz – mehr über mich

Trennungsberatung für die toxische Beziehung in Graz

Mein Name ist Anka Bergmann. Ich bin psychologische Beraterin und biete als Schwerpunkt in meiner Praxis Achtsamkeit in Graz Trennungsberatung und Scheidungsbegleitung an. Die Praxis Achtsamkeit ist in der Schießstattgasse 14b in 8010 Graz. Dort bin ich für Dich da wenn Du Unterstützung in einer Trennungsphase möchtest. Termine betreffend die toxische Beziehung in Graz kannst Du gerne über meine Kontaktseite buchen.

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Anka Bergmann